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Benjamin Werndl

AUSBILDER

True Teamwork

Lebenslauf

Life is a journey

  Der „Pferdevirus“ hat mich in jungen Jahren noch nicht sofort gepackt. Es verlief eher schleichend. Unsere Großeltern schenkten unserer Familie eines Tages zu Weihnachten ein Pferd – ich war damals ungefähr sechs Jahre alt und meine Tante züchtete Lewitzer Ponys. Mit neun Jahren bekam ich dann mein erstes eigenes Pony – „Lady“.

Neben dem Reiten spielte in jungen Jahren auch das Skifahren eine große Rolle in meinem Leben. Ich wollte entweder Skirennfahrer oder Profireiter werden, konnte mich aber zunächst nicht entscheiden. Und wenn Reiter, dann sowieso eher Springreiter. Ludger Beerbaum war mein großes Vorbild.

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Das änderte sich aber relativ schnell, als ich das Dressur-Pony „Dacapo“ bekam. Meine Eltern und unser damaliger Trainer Stefan Münch, der uns noch viele weitere Jahre begleitet hat, haben mir glaubhaft vermittelt, dass zum erfolgreichen Springreiten eine solide dressurmäßige Grundausbildung notwendig ist. Diese sollte ich auf Dacapo erlernen. (Ich befinde mich quasi heute immer noch in dieser Grundausbildung;-)). Dieses Pferd war für mich der perfekte Einstieg in die Dressurwelt. Durch eine gewisse Grundqualität und meinen damals schon relativ ausgeprägten Hang zur Perfektion schafften wir es schnell in den Bundeskader der Pony-Dressurreiter. Das gefiel mir und damit war die Entscheidung gefallen, Dressurreiter zu werden.

Der Umstieg auf Großpferde fiel mir nicht besonders schwer, da wir – Jessica und ich – nicht nur einen tollen Trainer, sondern auch tolle Großpferde hatten, die mir viel Sicherheit gegeben haben. Als Junior und Junger Reiter wurde ich dreimal Mannschaftseuropameister, Vize-Europameister in der Einzelwertung und Deutscher Meister.

Die meisten Erfolge feierte ich mit „Sam“, mit dem ich es dann auch in den deutschen B-Kader der Senioren schaffte.

Der Schritt in die Königsklasse der Dressur, dem internationalen Grand-Prix Sport, ist bekanntermaßen die größte Herausforderung, der wir uns seit einigen Jahren angenommen haben. Es begeistert uns junge Pferde zu entdecken und zu entwickeln. Sich dabei als Geschwisterpaar gegenseitig helfen zu können ist besonders schön. Wir sehen uns als kongeniale Partner.

Bei allem was ich tue geht es mir selten nur um das „Was“, vielmehr geht es mir um das „Wie“ ich etwas tue. Ich will mit den Pferden zusammen arbeiten, ein Team bilden. In keiner anderen Sportart gibt es diese Beziehung zwischen einem Menschen und einem Tier. Das ist einmalig. Und deswegen liebe ich diesen Sport.

Erfolge

It's a team game

Goldenes Reitabzeichen

2002-2005
3 x Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter
Vize-Europameister in der Einzelwertung, Deutscher Meister auf Sam

2006-2011
Sieg Euroclassics Bremen
Bayerischer Meister der Senioren; Sieg im Nationenpreis von Hickstead (GBR) mit Sam

2012
Sieg Grand Prix (Louisdor Preis) Donaueschingen mit Der Hit

2013
Sieg im Nachwuchs GP in Vidauban 
2. Platz Lipica (SLO) GP und Special
Nationenpreis Rotterdam
Doppelsieg Heroldsberg GP und Special mit Der Hit

2014
2. Platz Weltcup-Qualifikation in Kaposvár (HUN)
8. Platz Weltcup-Qualifikation in Stuttgart mit Der Hit
Berufung in den deutschen Bundeskader (B-Kader)

2015 
Internationale Top-Platzierungen, Berufung zum CDI Aachen